9. Oktober 2016, VLN9 – DMV 250 Meilen Rennen

Wie bereits erwähnt kämpfen wir seit VLN7 auf Grund eines massiven Leistungseinbruches unseres BMW m235i mit stumpfen Waffen.

Unser Team leistete in der 14 Tägigen Pause seit VLN 8 souveräne Arbeit und wechselte sozusagen den kompletten Motor. Nach einer 4-tägigen Test-Orgie auf dem Leistungsprüfstand fehlten unserem Cup-Renner aber immer noch satte 40 PS und wir entschieden uns dazu am Freitag hochzufahren um das Auto vor dem Rennen auf Herz und Nieren zu prüfen.

Am Freitagmorgen blieb dann nichts anderes übrig, als das komplette Steuergerät durch ein neues zu ersetzen.

Leider war es dann einer gewissen Münchner Fahrzeugschmiede nicht möglich die Wegfahrsperre zu deaktivieren, so dass wir das Fahrzeug nicht starten konnten und uns die erhoffte Testfahrt und die Teilnahme am Rennen leider verwehrt blieb.

Insgesamt sind wir also am Freitag 1011 KM in die regnerische Eifel und zurück gefahren um an der Imbissbude eine Currywurst zu essen.

Kleiner Trost: war lecker… wie immer

23. September 2016, VLN8 – 48. ADAC Barbarossapreis

Training

Wie gewohnt sind wir Freitags angereist um unseren BMW m235i Cup im Freien Training am Freitagnachmittag auf Herz und Nieren zu prüfen. Da wir ab diesem Lauf nur noch zu zweit unterwegs sind, konnten mein Teamkollege Benny Leuchter und ich viele Runden abspulen um abzuklären ob unser Bolide wieder ordentlich nach vorne schiebt.
Leider fiel uns schon nach kurzer Zeit auf, dass unser Rot-Schwarzer Münchner keine Lust hatte auf unsere „Pedal to the Metal“ Befehle zu reagieren, kurz gesagt – dem Ding fehlt Leistung und zwar ordentlich!

Unser Team reagierte darauf und so wurde unserem Rennwagen am Freitagabend ein neuer Turbo eingepflanzt mit der Hoffnung dieses Problem endlich beheben zu können.

Zeittraining

Ein Glück ist mein Teamkollege am Vorabend nicht auf diese Wette eingegangen… Die Eifel begrüsste uns am frühen Morgen mit heiterem Sonnenschein und nicht, wie von mir vorhergesehen, mit nebligem, kaltem Eifelwetter.
Ich nahm das Qualy als erster unter die Räder und merkte schon relativ früh, dass die neue Zwangsbeatmung unseres BMW nichts gebracht hatte.
Ich versuchte dann ordentlich fliegen zu lassen bis das Eifelwetter doch noch kurz Hallo sagen wollte und ich am Metzgesfeld mal kurz neben die Strecke geriet und glücklicherweise neben der Leitplanke vorbei wieder auf die Strecke gesegelt bin. Naja, auch wir haben mal Glück.

Benny konnte dann in seinem Turn unser Auto auf die 7. Startposition hieven. Wer ihn kennt weiss, dass er alles andere als zufrieden damit war und das Fahrzeug wirklich einen grösseren Leistungsverlust haben musste.

Rennen

Wie gewohnt fuhr Benny dann auch den Start. Nach ungefähr 2 Kurven wusste ich, dass auch die Basteleien von BMW selber in der Pause vor dem Rennen nichts gebracht hatten.
Normalerweise steht unser Fahrzeug (wenn es denn nicht schon auf der Pole steht) nach wenigen Kurven mindestens 2 Plätze weiter vorne. Diesmal ging es leider nur in eine Richtung – nach hinten.
Nach einer Runde steuerte unser Auto dann auf Grund von massivem Leistungsverlust die Box an und wir hatten wenigstens die Chance zu Tanken und somit einen Undercut zu machen.
Nach weiteren 8 Runden langsamen Rumgedümpelns durfte ich dann hinters Lenkrad sitzen.

Ich habe ja schon viel gemacht und in „einigen“ Rennen „einiges“ erlebt.
Wenn man aber in einem BMW m235i cup sitzt (wohlgemerkt mit 320PS) und dann im Rückspiegel ein aufgepumpter Clio munter zum Überholen ansetzt, dann kommt man sich schon etwas fehl am Platz vor.
Nichts desto trotz bin ich dann die restlichen ca 2.5h zu Ende gefahren und schlussendlich durften wir noch von diversen Ausfällen in unserer Klasse profitieren und einen Punkt für den erreichten 10. Platz mit nach Hause nehmen.
Angesichts der Tatsache das wir gefühlt mit 3 Zylindern rumgefahren sind konnten wir immerhin eine Zielankunft feiern und immerhin einen kleinen Trostpunkt einfahren.

14. Mai 2016, VLN3 – 58. ADAC ACAS H&R Cup

Ein bekanntes Sprichwort besagt ja: Aller guten Dinge sind drei!
Mit diesem Vorsatz starteten wir diesmal wieder zu dritt, mit dem Trio Wüsthoff/Leuchter/Danz.
Als kleines Schmankerl absolvierten wir am Freitagmorgen einige Testrunden mit dem Arbeitsgerät fürs kommende ADAC Zürich 24H Rennen Nürburgring, dem Golf Gti TCR. Ein unglaubliches Geschoss mit gefühlten 500 PS auf der Vorderachse, welches den Asphalt unter den Rädern aufzufressen scheint. Der Test verlief insgesamt sehr erfolgreich und wir konnten uns ein stabiles und schnelles Setup erarbeiten.

Training und Qualifing

Am Samstagmorgen widmeten wir uns dann wieder unserer eigentlichen Aufgabe, dem BMW m235i racing cup.
Mit einer durchaus schnellen Runde sicherte Benny Leuchter uns den 4. Startplatz für das Rennen am Nachmittag. Locker hätte er noch eine weitere schnelle Runde rausgeknallt, leider wurde er aber durch den Verkehr gegen Ende des Trainings aufgehalten.

Rennen
Den Startstint übernahm diesmal Wüsthoff. Mit einer Glanzleistung konnte er sich bereits in der ersten Runde an den drei vorherfahrenden Fahrzeugen vorbeipreschen und lag gegen Ende seines Stints mit einem komfortablen Vorsprung in Führung. Gegen Ende seines Stints musste er jedoch noch auf der Strecke einen manuellen Reset des Fahrzeuges vollziehen und verlor somit wichtige Minuten und Plätze auf die Konkurrenz.
Der Mittelstint war dann mein Part. Mit grossem Selbstvertrauen und einer gehörigen Portion Wut ausgestattet versuchte ich einige Positionen gut zu machen, was mir auch erfolgreich gelang und ich konnte das unser Einsatzgerät von P13 auf P8 vorfahren.
Bei der Fahrzeugübergabe an unseren Schlussfahrer Leuchter verloren wir dann wieder 2 wichtige Positionen durch einen sogenannten „Undercut“, so dass Leuchter auf P10 ins Renngeschehen eingriff. Nach einer bilderbuchmässigen Aufholjagd und der schnellsten Runde insgesamt stellte Leuchter das Fahrzeug nach insgesamt 4 Stunden Gesamtzeit auf P5 im Parc fermé ab.
Durch eine später ausgesprochene Strafe gegen einen vor uns liegenden Konkurrenten konnten wir noch einen Platz dazugewinnen und wurden am Ende des Tages als 4. Von 22 Teilnehmern gewertet.

Auf dem Papier ist dies ein gutes Resultat. Zufrieden war damit aber keiner, im Wissen, dass heute ohne Probleme der Tagessieg drinn gewesen wäre.
Und so machen wir halt aus dem Sprichwort „Aller guten Dinge sind 4“ und werden alles daran setzen, den BMW beim nächsten Lauf aufs Treppchen zu fahren

Saisonvorschau 2016 – BMW m235i racing cup

Einleitung Saison 2016 BMW m235i racing cup

Die Saison 2015 mit dem Honert Schrauben Clio war sicherlich nicht so erfolgreich wie wir uns das vorgestellt hatten. Viele technische Defekte machten unseren Plan, die Kategorie SP3 zu gewinnen und einen Spitzenplatz im Gesamtklassement zu erreichen schon von Beginn an zunichte.
Besonders bitter ist im Nachhinein die Tatsache, dass der Gesamtsieger der VLN 2015 tatsächlich aus der SP3 Kategorie hervorging.
Nichts desto trotz sind wir vom Konzept der VLN überzeugt und vom Mythos Nordschleife so begeistert, dass wir uns auch für 2016 entschieden haben, bei den Rennen in der „Grünen Hölle“ am Start zu sein.

Eigentlich durch einen Zufall machte uns mein jetziger Teamkollege, Benny Leuchter, auf das Team „racing one“ aufmerksam. Kurz darauf waren wir dann auch schon bei den Wintertests in Spa (E) und in Portimao (P) mit meinem neuen Einsatzgerät, dem m235i racing cup und schnell war klar, dass wir in dieser Klasse die mit über 20 Teilnehmern die am stärksten besetzte Cup Klasse der VLN ist, an den Start gehen werden.

Ich freue mich auf eine spannende, lehrreiche und hoffentlich erfolgreiche Saison 2016

Team: racing one
Einsatzfahrzeug: BMW m235i racing
Teamkollegen: Benjamin Leuchter, Dennis Wüsthoff