14. / 15. Mai 2014, Nürburgring

Es gibt wohl keinen Zweifel daran, dass das Rennen im Rahmen des 24h Rennens an der Nordschleife das absolute Saisonhighlight des Clio Cup Central Europe 2014 war. Die Atmosphäre dieses Rennens ist einfach gigantisch. Die unglaubliche Anzahl an Fans die am Rande stehen und jedem einzelnen Auto zujubeln das an Ihnen vorbeifährt, die Rauchschwaden von den Lagerfeuer der Campingplätze die über die ganze Strecke schweben und der Duft nach Bratwurst, welcher einem noch während dem Fahren hungrig werden lässt.

Freies Training

Im freien Training ging es darum die Strecke mit dem neuen Auto kennen zu lernen. Zum Glück bi ich in weiser Voraussicht einmal ein VLN Rennen zu Testzwecken gefahren und wusste darum schon einigermassen wo es lang geht. Das freie Training verlief somit recht gut und wir fanden uns nach gut einer Stunde auf der fünften Position des Feldes wieder. Der Abstand zur Spitze war schon relativ gross, jedoch wusste ich genau in welchen Kurven ich noch lange nicht am Limit war.

Zeittraining

Als ich am Morgen des Zeittrainings aufwachte, machten mir die Wetterbedingungen schon relativ grosse Sorgen. Es regnete ganz leicht und die Strecke war teilweise noch feucht. Nur Minuten vor dem Beginn des Zeittrainings wurde es als „Wet Practice“ definiert und somit waren Regenreifen erlaubt. Wir entschieden uns in letzter Sekunde doch noch die Regenreifen zu montieren fuhren raus. In der ersten Runde merkte ich mir, an welchen Stellen die Strecke noch nass war, um in den nächsten Runden Abflüge zu vermeiden. Die GP Strecke war noch komplett trocken, während es auf Teilen der Nordschleife noch stehendes Wasser hatte. Ich absolvierte eine sichere erste Runde und kam dann auf meine erste fliegende Runde. Nach einer schnellen Passage kurz vor dem Karussell stand ich ein wenig zu heftig in die Eisen und meine Reifen blockierten. Ich konnte die Bremse nicht mehr lösen und knallte mit voller Wucht frontal gegen einen Reifenstapel.
Ich versuchte sofort meine beteiligte Crew zu informieren und begutachtete den Schaden. Für mich waren es ein paar verbogene Teile und eine ramponierte Stossstange.

Als ich dann nach einer gefühlten Ewigkeit mit meinem ramponierten Kleinwagen in die Box gebracht wurde, mussten wir leider feststellen, dass eine Weiterfahrt mit diesem Auto am Sonntag leider unmöglich war. Der ganze Vorderbau meines Clios war verzogen und konnte nicht mehr gerichtet werden, so dass ich meine Teilnahme am Rennen leider absagen musste.

Ich möchte mich hier bei den tollen Streckenposten bedanken (welche mir neben der Strecke sogar noch ein Frühstück zubereiteten). Zudem entschuldige ich mich bei meinem Team T.A.C. Racing für meine bescheidene Leistung und das unnötige Ausscheiden durch einen blöden Fahrfehler. Ich bin überzeugt, dass mein Team mir das Auto in drei Wochen wieder perfekt hinstellt und ich am Nürburgring beim nächsten Rennen ein erfolgreiches Resultat einfahren w erde.

30. April / 1. Mai 2014, Spa

Hoch motiviert und mit einer restlichen Portion Wut im Bauch von Oschersleben her, machten wir uns auf zur Ardennen-Achterbahn in Spa zusammen mit dem Clio Cup Benelux in einem Feld gefahren sind. Somit gingen in Spa rund 40 Clios an den Start.
Die beiden freien Trainings verliefen relativ unspektakulär, abgesehen davon, dass immer etwa wieder ein Clio irgendwo im Gras oder in den Absperrungen stand und dadurch viele Gelbphasen verursacht wurden. Wir verloren ziemlich viel Zeit auf unsere Benelux-Kollegen und hatten somit viel zu tun mit unserer Datenanalyse.
Ins Qualy starteten wir mit einem tollen Setup und ich konnte in meiner Kategorie vorne mitmischen. Nach zwei Rot-Phasen welche durch zwei Totalschäden anderer Teilnehmer verursacht wurden, gelang es mir noch zwei anständige und schnelle Runden zu drehen. So sicherte ich mir für beide Rennen den dritten Startplatz in meiner Kategorie.

Rennen 3

Am Start verlief leider nicht alles optimal und ich musste mich von zwei Konkurrenten meiner Klasse überholen lassen. In der zweiten Kurve entstand dann ein regelrechtes Trümmerfeld, welchem ich nur um Haaresbreite ausweichen konnte. Durch diesen Tumult verlor ich in der ersten Runde den Anschluss an meine Mitkonkurrenten. Mein Auto lag jedoch absolut perfekt und ich konnte mich wieder an die Gruppe herankämpfen. Ganz zum Schluss gelang es mir einem Auto vorbeizukommen und ich sicherte mir den guten vierten Schlussrang in meiner Kategorie. Nach dem ersten Lauf war jedoch die Enttäuschung über das verpasste Podest grösser als die Freude über den vierten Rang. Ich war fest entschlossen, mir am Sonntag einen Platz auf dem Treppchen zu sichern.

Rennen 4

Mit einem gesunden Selbstbewusstsein und dem Gedanken im Hinterkopf diesmal aufs Treppchen zu fahren, stand ich am Sonntag in der Startaufstellung. In der Einführungsrunde funktionierte alles wie gewohnt und ich rollte auf meine Position um das Rennen zu starten. Genau in diesem Moment hatte mein Auto das Gefühl es müsse mir (wieder einmal) einen Strich durch die Rechnung machen. Mein Auto ging ohne jegliche Fremdeinwirkung aus und konnte vom mir nicht mehr gestartet werden. Ich signalisierte mein Problem mit wedeln der Fahrertüre und heftigem Winken (was uns im Briefing genauso erklärt worden wurde). Leider wurde ich nicht beachtet und der Start wurde vom Rennleiter freigegeben. Ich sass also in meinem Auto und 30 Fahrzeuge rauschten links und rechts neben mir vorbei. Erstens ist dies frustrierend, zweitens brandgefährlich. Nichts desto trotz konnte ich mein Auto nachdem alle an mir vorbeigezogen waren wieder starten. Ich kotzte förmlich in den Helm vor Wut über mein Auto.
Das Feld wurde dann durch eine Safety Car Phase zusammengebremst und ich konnte wenigstens wieder Anschluss an den hintersten im Felde finden. Relativ kompromisslos und mit dem Messer zwischen den Zähnen fuhr ich dann das Rennen zu Ende. Ich überholte mehr als 20 Autos und fand mich am Schluss an sechster Stelle meines Feldes wieder. Eigentlich muss man sagen, dass es ein „geiles“ Rennen war. Ich war so schnell wie die Spitze und preschte von ganz hinten wieder weit nach vorne. Leider wurde es wieder nichts nichts mit dem erhofften Podestplatz.
Beim nächsten Rennen an der Nordschleife (im Rahmen des 24h Rennens) mischen wir hoffentlich wieder ganz vorne mit!

Ich bedanke mich bei meinem Team T.A.C. Racing für das hervorragende Setup an meinem Auto und die Bemühungen, mein Auto vor dem zweiten freien Training wieder zum Laufen zu bringen. Es macht grossen Spass mit euch an den Rennwochenenden teilzunehmen

26. / 27. April 2014, Oschersleben

Die Zeit vergeht und die erste Veranstaltung im Jahr 2014 ist schon wieder vorbei.

Oschersleben ist eine Strecke welche mir durch meine Teilnahme am Scirocco R-Cup bestens bekannt ist. Den Status einer Lieblingsstrecke von mir hat sie leider jedoch bis heute nicht erreicht. Die ersten beiden Trainings verliefen erfolgreich und ich konnte mich immer in den Top 5 im Teilnehmerfeld etablieren.
Auch das Zeittraining gelang mir einigermassen gut und ich sicherte mir den fünften Startplatz fürs erste Rennen am Samstag.

Rennen 1

Es ist immer so eine Sache mit dem Start.. Meiner gelang mir leider nicht wirklich gut und ich musste mich noch vor der ersten Kurve von zwei meiner Konkurrenten überholen lassen. Ich liess mich davon jedoch nicht entmutigen und kämpfte mich weiter nach vorne, bis ich drei Runden vor Schluss schliesslich auf dem dritten Platz lag und dieser eigentlich in Stein gemeisselt war. Ich rechnete jedoch nicht mit der tollen Technik meines französischen Rennwagens. Es kam wie es kommen musste und mein Auto begann wie im (letzten Jahr auch schon häufig vorgekommen) willkürlich mit Aussetzern rum zu zicken. Die Drehzahl fällt dadurch in den Keller und man kommt leider kaum noch vom Fleck. Zwei Runden vor Schluss konnten mich so noch beide Konkurrenten hinter mir überholen und ich musste mich lediglich mit dem fünften Platz im ersten Rennen begnügen. Nachträglich stellten wir fest, dass es höchstwahrscheinlich ein Problem mit der Benzinpumpe war.

Die Startaufstellung des zweiten Rennens am Sonntag wird dieses Jahr durch das Los entschieden. Es wird eine Zahl zwischen 5 und 10 gezogen. Die gezogene Zahl entspricht dem Platz aus dem ersten Rennen, ab welchem die Startaufstellung fürs zweite Rennen umgedreht wird. Mein Team Manager hatte die Ehre diese zu ziehen und machte mir mit der gezogenen Zahl 6 eine grosse Freude, da dies den zweiten Startplatz für mich bedeutete.

Rennen 2

Schon in der Einführungsrunde war mir klar, dass hier etwas nicht stimmen konnte. In jeder Linkskurve flog mir mein Heck schlagartig davon und ich konnte mich kaum auf der Strecke halten. Seltsam war auch, dass es im Inneren des Fahrzeugs heftig nach Benzin gerochen hat.

Der Start gelang mir dieses Mal besser und ich konnte mich auf der dritten Position halten. In der zweiten Linkskurve war dann allesvorbei, mein Heck überholte mich und ich musste das gesamte Feld vorbeilassen. Die nachfolgenden Runden konnte ich mich nur mit Mühe auf der Strecke halten und  versuchte noch irgendwie Schadensbegrenzung auszuüben. Kurz nach Rennhäfte war mein Problem verschwunden und ich drehte Rundenzeiten wie sie an der Spitze gefahren wurden. Ich flog dann regelrecht auf die vor mir fahrende Gruppe auf und versuchte an dieser vorbeizukommen. Genau in diesem Moment tauchte erneut das Problem aus Rennen 1 mit den Aussetzern auf, nur diesmal viel schlimmer. Ich verlor komplett den Anschluss und musste eine Runde vor Schluss aufgeben, da ich wohl keinen Sprit mehr hatte.
Es ist unglaublich frustrierend ein Rennen so zu versauen wenn man problemlos an der Spitze mitfahren könnte.
Es ist noch nicht abschliessend geklärt woran das Problem lag. Wir vermuten jedoch, dass der Tank undicht war und der Sprit direkt auf mein rechtes Hinterrad ausgelaufen ist. Dies erklärt dann auch mein Problem mit dem schleudernden Heck in den Linkskurven.

Ich möchte mich bei meinem neuen Team LogiPlus by T.A.C Race Solutions für die gute Arbeit bedanken. Mein Auto lag jederzeit absolut genial und es ist eine grosse Freude mit einer so engagierten und professionellen Mannschaft zu Arbeiten. Das auch eine erfahrene Truppe ab und an von der Defekthexe nicht verschont bleibt kann man leider nicht verhindern. Trotzdem schauen wir nun positiv auf den nächsten Event in Spa (B) Ende Mai.