23. September 2016, VLN8 – 48. ADAC Barbarossapreis

Training

Wie gewohnt sind wir Freitags angereist um unseren BMW m235i Cup im Freien Training am Freitagnachmittag auf Herz und Nieren zu prüfen. Da wir ab diesem Lauf nur noch zu zweit unterwegs sind, konnten mein Teamkollege Benny Leuchter und ich viele Runden abspulen um abzuklären ob unser Bolide wieder ordentlich nach vorne schiebt.
Leider fiel uns schon nach kurzer Zeit auf, dass unser Rot-Schwarzer Münchner keine Lust hatte auf unsere „Pedal to the Metal“ Befehle zu reagieren, kurz gesagt – dem Ding fehlt Leistung und zwar ordentlich!

Unser Team reagierte darauf und so wurde unserem Rennwagen am Freitagabend ein neuer Turbo eingepflanzt mit der Hoffnung dieses Problem endlich beheben zu können.

Zeittraining

Ein Glück ist mein Teamkollege am Vorabend nicht auf diese Wette eingegangen… Die Eifel begrüsste uns am frühen Morgen mit heiterem Sonnenschein und nicht, wie von mir vorhergesehen, mit nebligem, kaltem Eifelwetter.
Ich nahm das Qualy als erster unter die Räder und merkte schon relativ früh, dass die neue Zwangsbeatmung unseres BMW nichts gebracht hatte.
Ich versuchte dann ordentlich fliegen zu lassen bis das Eifelwetter doch noch kurz Hallo sagen wollte und ich am Metzgesfeld mal kurz neben die Strecke geriet und glücklicherweise neben der Leitplanke vorbei wieder auf die Strecke gesegelt bin. Naja, auch wir haben mal Glück.

Benny konnte dann in seinem Turn unser Auto auf die 7. Startposition hieven. Wer ihn kennt weiss, dass er alles andere als zufrieden damit war und das Fahrzeug wirklich einen grösseren Leistungsverlust haben musste.

Rennen

Wie gewohnt fuhr Benny dann auch den Start. Nach ungefähr 2 Kurven wusste ich, dass auch die Basteleien von BMW selber in der Pause vor dem Rennen nichts gebracht hatten.
Normalerweise steht unser Fahrzeug (wenn es denn nicht schon auf der Pole steht) nach wenigen Kurven mindestens 2 Plätze weiter vorne. Diesmal ging es leider nur in eine Richtung – nach hinten.
Nach einer Runde steuerte unser Auto dann auf Grund von massivem Leistungsverlust die Box an und wir hatten wenigstens die Chance zu Tanken und somit einen Undercut zu machen.
Nach weiteren 8 Runden langsamen Rumgedümpelns durfte ich dann hinters Lenkrad sitzen.

Ich habe ja schon viel gemacht und in „einigen“ Rennen „einiges“ erlebt.
Wenn man aber in einem BMW m235i cup sitzt (wohlgemerkt mit 320PS) und dann im Rückspiegel ein aufgepumpter Clio munter zum Überholen ansetzt, dann kommt man sich schon etwas fehl am Platz vor.
Nichts desto trotz bin ich dann die restlichen ca 2.5h zu Ende gefahren und schlussendlich durften wir noch von diversen Ausfällen in unserer Klasse profitieren und einen Punkt für den erreichten 10. Platz mit nach Hause nehmen.
Angesichts der Tatsache das wir gefühlt mit 3 Zylindern rumgefahren sind konnten wir immerhin eine Zielankunft feiern und immerhin einen kleinen Trostpunkt einfahren.