30. April / 1. Mai 2014, Spa

Hoch motiviert und mit einer restlichen Portion Wut im Bauch von Oschersleben her, machten wir uns auf zur Ardennen-Achterbahn in Spa zusammen mit dem Clio Cup Benelux in einem Feld gefahren sind. Somit gingen in Spa rund 40 Clios an den Start.
Die beiden freien Trainings verliefen relativ unspektakulär, abgesehen davon, dass immer etwa wieder ein Clio irgendwo im Gras oder in den Absperrungen stand und dadurch viele Gelbphasen verursacht wurden. Wir verloren ziemlich viel Zeit auf unsere Benelux-Kollegen und hatten somit viel zu tun mit unserer Datenanalyse.
Ins Qualy starteten wir mit einem tollen Setup und ich konnte in meiner Kategorie vorne mitmischen. Nach zwei Rot-Phasen welche durch zwei Totalschäden anderer Teilnehmer verursacht wurden, gelang es mir noch zwei anständige und schnelle Runden zu drehen. So sicherte ich mir für beide Rennen den dritten Startplatz in meiner Kategorie.

Rennen 3

Am Start verlief leider nicht alles optimal und ich musste mich von zwei Konkurrenten meiner Klasse überholen lassen. In der zweiten Kurve entstand dann ein regelrechtes Trümmerfeld, welchem ich nur um Haaresbreite ausweichen konnte. Durch diesen Tumult verlor ich in der ersten Runde den Anschluss an meine Mitkonkurrenten. Mein Auto lag jedoch absolut perfekt und ich konnte mich wieder an die Gruppe herankämpfen. Ganz zum Schluss gelang es mir einem Auto vorbeizukommen und ich sicherte mir den guten vierten Schlussrang in meiner Kategorie. Nach dem ersten Lauf war jedoch die Enttäuschung über das verpasste Podest grösser als die Freude über den vierten Rang. Ich war fest entschlossen, mir am Sonntag einen Platz auf dem Treppchen zu sichern.

Rennen 4

Mit einem gesunden Selbstbewusstsein und dem Gedanken im Hinterkopf diesmal aufs Treppchen zu fahren, stand ich am Sonntag in der Startaufstellung. In der Einführungsrunde funktionierte alles wie gewohnt und ich rollte auf meine Position um das Rennen zu starten. Genau in diesem Moment hatte mein Auto das Gefühl es müsse mir (wieder einmal) einen Strich durch die Rechnung machen. Mein Auto ging ohne jegliche Fremdeinwirkung aus und konnte vom mir nicht mehr gestartet werden. Ich signalisierte mein Problem mit wedeln der Fahrertüre und heftigem Winken (was uns im Briefing genauso erklärt worden wurde). Leider wurde ich nicht beachtet und der Start wurde vom Rennleiter freigegeben. Ich sass also in meinem Auto und 30 Fahrzeuge rauschten links und rechts neben mir vorbei. Erstens ist dies frustrierend, zweitens brandgefährlich. Nichts desto trotz konnte ich mein Auto nachdem alle an mir vorbeigezogen waren wieder starten. Ich kotzte förmlich in den Helm vor Wut über mein Auto.
Das Feld wurde dann durch eine Safety Car Phase zusammengebremst und ich konnte wenigstens wieder Anschluss an den hintersten im Felde finden. Relativ kompromisslos und mit dem Messer zwischen den Zähnen fuhr ich dann das Rennen zu Ende. Ich überholte mehr als 20 Autos und fand mich am Schluss an sechster Stelle meines Feldes wieder. Eigentlich muss man sagen, dass es ein „geiles“ Rennen war. Ich war so schnell wie die Spitze und preschte von ganz hinten wieder weit nach vorne. Leider wurde es wieder nichts nichts mit dem erhofften Podestplatz.
Beim nächsten Rennen an der Nordschleife (im Rahmen des 24h Rennens) mischen wir hoffentlich wieder ganz vorne mit!

Ich bedanke mich bei meinem Team T.A.C. Racing für das hervorragende Setup an meinem Auto und die Bemühungen, mein Auto vor dem zweiten freien Training wieder zum Laufen zu bringen. Es macht grossen Spass mit euch an den Rennwochenenden teilzunehmen